Sehenswertes rund um Dresden

Sächsische Schweiz mit Bad Schandau, der Festung Königstein und der Bastei


Reichlich 30 Kilometer östlich von Dresden gelegen befindet sich im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Böhmen ein in Europa einmaliges Felsmassiv aus Sandstein. Die sächsische Schweiz nimmt davon einen rund 360 Quadratkilometer großen Teil ein. Das in der Kreide-zeit entstandene Areal wurde in Jahrhunderten von Menschenhand in ein weit begehbares Gebiet verwandelt. Seit 1990 ist ein Teil dieser wunderbaren Landschaft zum Nationalpark ernannt wurden und steht unter Naturschutz. Die Popularität verdankt sie zu einem gewissen Maße den beiden Schweizer Malern Zingg und Anton Graff. Im 18.Jahrhundert fanden sie hier optimale Voraussetzungen für ihre Motive, die sie auch stark an ihre eigene Heimat die Schweiz erinnerten. Touristisch erschlossen wurde das Gebiet Mitte des 19.Jahrhunderts durch die Dampfschiffahrt und des Eisenbahnverkehrs. Die bizarre Felslandschaft lädt zum Wandern auf rund 1200 Kilometern ausgeschilderten Wanderwegen beidseitig der durch ihr malerisch durchfließenden Elbe ein. Unmittelbar an der Grenze zu Tschechien befindet sich Bad Schandau, das bereits seit dem 18.Jahrhundert als Heilbad ausgewiesen ist. Seit1445 wird der Ort als Stadt ausgewiesen. Neben den verschiedensten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie zum Beispiel der sich am Marktplatz befindende ehemalige Brauhof, lohnt sich auch eine Fahrt mit dem 1904 erbauten und 50 Meter hohen Aufzug nach Ostrau. Der Lift befindet sich gegenüber dem Parkhotel und in der Nähe des im Frühjahr 2002 eröffneten Schrammsteinbades. Von dort aus sind es nur ein paar Meter in das Kirnitzschtal, daß man auch mit der historischen, 1898 erbauten, gleichnamigen Bahn durchfahren kann. Dabei bietet sich auch ein Ausflug zum künstlich angelegten Lichtensteiner Wasserfall. Ein paar Kilome-ter weiter elbauf befinden sich die Schrammsteine. Ein ideales Kletter- und Wandergebiet. Der Erfinder des Meißner Porzellans Johann Friedrich Böttger wurde 1706/07 auf der Festung Königstein gefangen gehalten. Experimentieren durfte er dort nicht, da die Explosionsgefahr der gelagerten Munition zu groß war. Der Königstein selbst ist ein Tafelberg und wurde 1241 zum ersten Mal als böhmische Königsburg erwähnt. Vom Ende des 16. Bis Ende des 19.Jahrhunderts baute man das Areal stetig aus und wurde nie in seiner Geschichte jemals erobert. Die um 1589 erbaute Alte Kaserne gilt als ältester Kasernenbau Deutschlands. Das von einer 1700 Meter langen Festungsmauer umgebene Gelände bietet noch mehr sehens-wertes. So zum Beispiel der zwischen 1715 bis 1736 erbaute und über 150 Meter tiefe Brun-nen, die Magdalenenburg, Georgenburg, Garnisionskirche oder die Kasematten. Neben Bött-ger wurden unter anderem auch August Bebel, Frank Wedekind und Theodor Heine auf der Burg gefangen gehalten. Selbst Napoleon besuchte die in 1200 Meter Höhe gelegene Anlage. Heute ist die Burg ein Museum und beherbergt immer wieder verschiedene Ausstellungen. Besonders Ansehenswert ist die oberhalb vom Kurort Rathen gelegene Bastei. Über 700 Stu-fen führen durch ein Labyrinth von Schluchten hinauf bis zur weltberühmten Basteibrücke, von der es nur ein paar Schritte bis zum Aussichtspunkt in 190 Meter über dem Elpspiegel gelegen, sind. Von der Bastei hinunter, quer durch die Schwedenlöcher, vorbei am Amselsee, befindet sich die 1936 eröffnete Felsenbühne Rathen. In den warmen Sommermonaten kön-nen 2000 Besucher in dieser Naturbühne die verschiedensten Veranstaltungen genießen. Ebenfalls in der sächsischen Schweiz sich befindend und sehr anschauenswert ist die im 12.Jahrhundert errichtete Burg Hohnstein die über dem Polenztal ragt. Bereits 100 Jahre eher wurde die Burg Stolpen gegründet. Im Laufe der Jahre wurde sie immer wieder ausgebaut. Die wohl berühmteste Gefangene war zweifelsohne die Gemahlin von August dem Starken Gräfin Cosel. Als sie bei ihm in Ungnade fiel wurde die Gräfin im Dezember 1716 als Staats-gefangene eingeliefert und starb dort 1765 ohne die Burg jemals verlassen zu haben.