Sehenswertes rund um Dresden

Moritzburg

Etwa 15 Kilometer nordwestlich von Dresden gelegen befindet sich Moritzburg. Seinen Namen verdankt der Ort dem gleichnamigen Jagdschloss August des Starken. Das Barockschloss befindet sich direkt an der Einfahrtschneiße aus Richtung Dresden kommend. Umschlossen wird das Gebäude vom Schlossteich. Wer es etwas außergewöhnlich mag nach Moritzburg zu kommen, sollte mit der Schmalspurbahn, dem "Lößnitzdackel", von Radebeul-Ost aus den Ort ansteuern. Herzog Moritz ließ im Zeitraum zwischen 1542-1546 das erste Jagdhaus errichten. 1691 wurde die Schlosskapelle eingefügt. Das heutige Aussehen wurde jedoch erst zwischen 1723 und 1736 im Auftrag August des Starken hergerichtet. Zacharias Longuelune, Daniel Pöppelmann und Jean de Bodt gestalteten die Anlage. In dieser Zeit wurde auch Teich rund um das Schloss angelegt. Im Gebäude befinden sich ständig wechselnde Ausstellungen und im allgemeinen eine Art Barockmuseum. Leider sind die originalen Einrichtungsgegenstände heute nicht mehr vorhanden. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges versteckten die Wettiner viele Schmuckstücke in der näheren Umgebung, was in den 90-er Jahren einen wahren Grabungsboom rund um Moritzburg ergab. Das Landschaftsschutzgebiet Moritzburger Teichgebiet ist ein Ehrholungsgelände erster Güte. Die fast alle künstlich angelegten Teiche laden ihre Besucher zu Bade- und Campingmöglichkeiten ein. Bekannt sind die Gewässer auch für ihre Karpfenzucht. Daher erfolgt jedes Jahr im Oktober der Moritzburger Fischzug. Ein Ereignis das man nicht versäumen sollte. Einen Monat vorher findet die große Hengstparade statt. Das von Johann C. Knöffel 1828 gegründete Hengstdepot züchtet heute hauptsächlich für den Reitsport Halbblüter. Nur geringfügig vom Ortskern entfernt befindet sich das Wildgehege, wo man einheimige Tierarten in ihrer vollen Pracht erleben kann.