Dresden - Stadt der Künste
Kultur in Dresden bedeutet so viel wie kulturelle Vielfalt auf konzentriertem Raum.
Bereits seit Jahrhunderten ist Dresden ein Anziehungspunkt für Künstler und schon im barocken Zeitalter konnte die Stadt im Elbtal eine erstaunliche Entwicklung der Bildenden Künste und der Musik vorweisen, was sich noch heute in den wertvollen Kunstsammlungen und der Architektur zeigt.
Berühtmheiten wie z.B. Carl Maria von Weber, Richard Strauß und auch Heinrich Schütz prägten das sogenannte "Elbflorenz". An dieser Stelle ebenfalls erwähnenswert der berühmte Kreuzchor. Die "Kruzianer" bereisen noch heute die Welt und festigen Dresdens Ruf als Kunstmetropole.
Im architektonischen Bereich sorgt besonders der Innenstadtbereich um den Theaterplatz für die hohe Bekanntheit der Stadt im idyllischen Elbtal. Das Residenzschloss, der Zwinger (Spätbarock), die Semperoper (einer der bedeutensten Theaterbauten, orientiert an der Hochrenaissance), das Schloss Pillnitz
(im Auftrag August des Starken errichtet) und die Frauenkirche (Ein Wahrzeichen Dresdens ist die Frauenkirche. Das Friedenssymbol, das in Folge des 2. Weltkrieges zerstört wurde, konnte dank unzähliger Spenden bis zum Jahre 2004 wieder erbaut werden. Die äußere Kuppel soll bis zur 800-Jahr-Feier Dresdens 2006 fertiggestellt werden.) sind weltberühmt. Den besonderen Reiz Dresdens machen diese und die vielen weiteren historischen Bauten, die unzähligen Museen mit ihren unschätzbaren Werten aus, die im Einklang mit der landschaftlichen Schönheit des Elbtales und ihren anliegenden Schlößern und Villen stehen.
Beliebt ist Dresden bei Touristen vor allem deswegen, weil sich innerhalb kürzester Zeit ein großes und qualitätsreiches Programm absolvieren läßt. Auf konzentriertem Raum befinden sich neben den unzähligen Museen und berühmten Bauwerken, so auch viele schöne Restaurants, Cafés und Unterbringungsmöglichkeiten.
Ziel bestehender Partnerschaften zwischen Kultureinrichtungen und zum Teil auch Hotels ist es, Kunst, Theater, Musik und Kulinarisches zu attraktiven Angeboten zu vereinen, damit Dresdens Gäste, die Elbmetropole möglichst mit ihren verschiedenen Facetten kennen lernen.
Und nicht vergessen werden darf die Sächsische Weinstrasse entlang der Elbhänge, der Elberadweg und das Szeneviertel Neustadt. Hier befinden sich neben dem "schönsten Milchladen der Welt" (Bautzener Str. 79 - Haltestelle Diakonissenkrankenhaus [Linie 11]) unzählige Kneipen, Cafés, Bars und Szenelokalitäten. Hier vergnügt sich abends und nachts vor allem der jüngere Teil der Dresdner.
Im Folgenden möchten wir Ihnen eine kleine Auswahl (alphabetisch sortiert) der wichtigsten Museen bieten:
- Gemäldegalerie Alte Meister:
Die Gemäldegalerie Alte Meister befindet sich im Dresdner Zwinger. Am bekanntesten dürfte das Bildnis der "Sixtinische Madonna" von Raffael sein. Des weiteren befinden sich Werke von Tizian, Rembrandt, Rubens, Van Dyck, Vermeer, Cranach, Giorgione, Correggio, Guercino, Dürer und vieler anderen französischen, holländischen, flämischen sowie spanischen Malern im Fundus der Galerie.
Die Gemäldegalerie Alte Meister entstand im 18.Jahrhundert auf Geheiß von August des Starken und seines Sohnes (August III). Die Sammlung ging aus einer 3 Jahrhunderte zuvor gegründeten Kunstkammer hervor, doch die beiden Kurfürsten trugen zu ihrer Lebenszeit die bedeutensten Schätze der heutigen Sammlung zusammen. In den Zwinger als Heimat der Galerie, erschaffen von Gottfried Semper, strömen heute knapp eine halbe Million Besucher im Jahr.
- Gemäldegalerie Neue Meister:
Die Gemäldegalerie Neue Meister, die im Albertinum zu Hause ist, beheimatet Werke der deutschen Künstler Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, Ludwig Richter u.v.a.! Neben Werken der Romantik sind aber auch sehr viele Gemälde des deutschen und französischen Impressionismus (z.B. Lovis Corinth, Max Slevogt und Max Liebermann) zu sehen. Die Sammlung von etwa 2500 Bildern wurde im Jahre 1960 von der Galerie Alter Meister getrennt.
- Grünes Gewölbe:
Im Albertinum befindet sich unter anderem auch das Grüne Gewölbe. In dessen Gemäuern befinden sich unzählige Schätze der verschiedensten Arten. Neben Kostbarkeiten der Goldschmiedekunst, Arbeiten
aus Elfenbein, Steinschnitten und Bronzestatuetten und neben vielen anderen Schätzen beherbergt das Grüne Gewölbe auch Europas größten historischen Juwelenschatz.
- Carl-Maria-von-Weber-Museum:
Das Museum eines der berühmtesten Komponisten aller Zeiten liegt am Rande Dresdens, in Pillnitz, unweit des Pillnitzer Schlosses gelegen. Das Winzerhaus war einst der Sommersitz des Komponisten. Hier entstanden u. a. die Opern "Der Freischütz", "Euryanthe" und "Oberon" sowie die "Aufforderung zum Tanz"!
- Erich Kästner Museum:
Erich Kästner, bekannt vor allem als Kinderbuchautor, war zudem Kabarettist und Journalist. Sein Leben mit den vielfältigsten Facetten kann im Erdgeschoss der Villa Augustin am Albertplatz nachempfunden werden. Hier lebte einst der Onkel von Erich Kästner. Heute erinnert zudem Kästners Café, ein kleines Café an der Ecke Bautzner Str. / Alaunstr., an den berühmten Mann. Das ungewöhnliche Museum mit seinem minimalistischen Typ steht ganz im Kontrast zu den heute mehr und mehr entstehenden multimedialen Großkomplexen. Insgesamt läßt sich das Erich Kästner Museum in Dresden als gelungenen Versuch bezeichnen, eigentlich unüberwindbare Gegensätze wie etwa Tradition und Innovation auf kleinstem Raum zu überwinden.
- Kupferstich-Kabinett:
Das Kupferstich-Kabinett wurde 1720 gegründet und befindet sich heute in der Güntzstraße. Im heutigen Bestand befinden sich fast 450.000 Werke. Das Spektrum umfasst dabei Holzschnitte, Meisterzeichnungen, Bilddrucke, Zeichnungen, moderne Plakate, Photografien und wie der Name schon sagt Kupferstiche. Die Ausstellungsstücke stammen größtenteils aus Deutschland (Altdeutschland und 19. Jahrhundert) und den Niederlanden (15. -17. Jahrhundert). Besonders erwähnenswert ist die Möglichkeit für Besucher, bestimmte Kunstwerke ihrer Wahl im Studiensaal zu betrachten.
- Kraszewski-Museum:
Wer sich für die politischen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland (insbesondere Sachsen) und Polen interessiert, ist im Kraszewski-Museum richtig. Josef Ignacy Kraszewski, Historiker und Publizist, bewohnte jenes Haus, wo sich heute das Museum befindet, einige Jahre im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Ein besonderes Augenmerk wird auf die polnische Geschichte und Kultur des 19. Jahrhunderts gelegt.
- Museum zur Dresdner Frühromantik:
Vor über 20 Jahren eröffnete das Dresdner Stadtmuseum im Kügelgenhaus (Name stammt vom Maler Gerhard Kügelgen, der in diesem Haus zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebte) eine Ausstellung zur Frühromantik in Dresden. Gezeigt werden Kügelgen, Körner, Friedrich u.v.a.!
- Münzkabinett:
Das Münzkabinett ist Teil der Staatlichen Kunstsammlungen im Albertinum. Ziel der Ausstellung ist es, die Entwicklung des antiken und deutschen Münzwesens zu zeigen. Ausgestellt sind Münzen und andere Funde vom 7. Jahrhundert vor Chr. bis zum Ende der Talerwährung 1872. In dieser Art ist das Münzkabinett eine der ältesten Sammlungen in Deutschland - bereits im 16. Jahrhundert wurde der Grundstein für die heutige Ausstellung gelegt. Des weiteren werden die verschiedensten numismatischen Gegenstände gezeigt, insbesondere Orden, Prägewerkzeuge, Banknoten und Medaillen der verschiedensten Arten.
- Porzellansammlung:
Im Zwinger wird neben dem ortsnahen Meißner Porzellan vor allem altes chinesisches und japanisches Porzellan den Besuchern präsentiert. Die rund 50.000 Ausstellungsstücke dieser so in der Welt einzigartigen Sammlung gehen auf den besitz des sächsischen Kurfürsten, August der Starke, zurück. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Darstellung der Entwicklung des Meißner Porzellans vom Jahre 1708 (Beginn der "Herstellung") bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Interessant dürften ebenfalls verschiedenste Kleinplastiken und Malerein (z.B. Blumenmalerei von Hoeroldts) sowie die Sammlung von Böttgerporzellan sein.
- Residenzschloss:
Das Residenzschloss ist also eine Art Museumszentrum zu verstehen. Zudem bietet sich in den Sommermonaten für die Gäste die Möglichkeit, auf den Hausmannsturm zu fahren und sich einen Überblick über Dresden zu verschaffen. Den Besucher erwartet oben angekommen eine phantastische Aussicht. Das Schloss entstand nach seiner völligen Zerstörung durch den 2. Weltkrieg 1945 vollkommen neu. Einst war es nicht nur die Residenz der sächsischen Kurfürsten und Könige, sondern auch das Verwaltungszentrum Dresdens. Neben diversen Kleinausstellungen werden verschiedene Kunstwerke gezeigt, die aus Platzgründen in anderen Museen nicht ausgestellt werden können (z.B. Werke der Gemäldegalerie Alte Meister, der Skulpturensammlung, des Münzkabinetts, der Rüstkammer, des grünen Gewölbes). Die Geschichte des Dresdner Schlosses und seine Zukunft wird ebenfalls in einer eigenen Ausstellung vorgestellt und betrachtet.
- Richard-Wagner-Museum:
Richard Wagner wurde in Leipzig geboren, doch verband ihn auch vieles mit "Elbflorenz". So entstand 1907 (damals als Lohengrinhaus) ein Museum zu Ehren Richard Wagners. Besonders prägend müssen für das Kind Richard Wagner die Oper "Freischütz" von Weber sowie der Dresdner Kreuzchor gewesen sein. Später schrieb er eigene Opern (z.B. "Der fliegende Holländer"), beeinflußte die Musik Beethovens, Webers, Mozarts, setzte sich für ein Nationaltheater für das Königreich Sachsen ein und unterstützte den Dresdner Mai-Aufstand im Jahre 1849. Viele Originalstücke, Notizen und historische Dokumente seiner Lebenszeit lassen ein Bild Wagners entstehen. Ebenfalls werden einige Originalinstrumente und zeitgenössische Möbel ausgestellt. Ab und an finden noch heute Konzerte im Richard-Wagner-Museum statt.
- Rüstkammer:
Die Rüstkammer, die sich in den Gebäuden des Dresdner Zwingers befindet, zählt über 1300 Ausstellungsstücke. Die Prunkstücke aus der Zeit der Ritterspiele und der Jagd der Wettinischen Fürstenzeit umfassen Waffen, Kleider, Rüstungen, Bildnisse und Kunstkammerstücke. Die Sammlung ist ein Beweis für den kulturellen Aufschwung der kurfürstlichen Residenz Dresden vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Besonders imposant sind unter anderem die sächsischen Kurschwerter und das polnische Krönungsornat August des Starken.
- Skulpturensammlung:
Die Skulpturensammlung mit Ausstellungsstücken der letzten 5 Tausendjahre befindet sich im Albertinum. Gezeigt werden Figuren aus frühen Kulturen des Mittelmeerraumes und Vorderasiens, Werke der Antike, griechische Originalskulpturen, römische Plastiken, Marmorkopien von griechischen Werken und nachantike Werke aus Deutschland, Italien, Frankreich, Holland der letzten 800 Jahre.