Dresdner Sehenswürdigkeiten
Frauenkirche
Das wohl ehrgeizigste Wiederaufbauprojekt Dresdens befindet sich am Neumarkt, unweit der Brühlschen Terrasse. Nach Georg Bährs Plänen wurde zwischen 1726 und 1743 eines der monumentalsten protestantischen Kirchenbauwerke in dieser Zeit errichtet. Als Wahrzeichen Dresdens galt auch die Kuppel der Kirche, die mit 23,50 m für die damalige Zeit mehr als ungewöhnlich war.
Das Wunderwerk überstand auch den Siebenjährigen Krieg und hielt da-bei auch einer mehrtägigen Belagerung und vielen Kanonenangriffen stand. Nur die Nacht vom 13./14. Februar 1945 wurde ihr zum Verhängnis. Einen Tag nach dem verheerenden Bombenangriff stürzte das Gebäude in sich zusammen. Bis Ende 1989 galt die Ruine als Mahnmal. Nur Monate später gründete sich die Initiative "Wiederaufbau Dresdner Frauenkir-che". Zwei Jahre danach begann man mit der Bergung der noch vorhandenen Sandsteinblöcke und dem Wiederaufbau. 2006, zur 800-Jahrfeier Dresdens, soll die Kirche die nur durch Spenden finanziert wird, in ihrem ursprünglichen Zustand fertig gestellt sein. Der Kostenan-schlag beträgt geschätzte 125 Mio. Euro. In der Unterkirche finden derzeit schon wieder Got-tesdienste und Konzerte statt. Ein Modell der fertigen Kirche befindet sich neben der Bau-stelle. Auch Führungen zu den fertigen Bauabschnitten sind schon möglich.