Stadion


Mit der Saison 2000/2001 verließ der Sportclub seine Heimstätte und spielte vorerst im Rudolf-Harbig-Stadion. In Folge konnte man unter größeren Sicherheitsauflagen wieder in die "alte Heimat" zurückkehren. Auch wenn dieses Stadion an vielen Stellen komfortseitig arg zu wünschen läßt, ist es bei den Fans des Vereines jedoch sehr beliebt. Dies liegt im nicht unwesentlichen Ausmaß auch daran, daß die einzige sinnvolle Alternative schon seit Jahrzehnten vom städtischen Rivalen genutzt wird. Insbesondere aus Sicherheitsgründen zog der DSC in diese Alternative, das Rudolf-Harbig-Stadion um. Bereits die Rückrunde der Saison 2000/01 konnte jedoch wieder im Ostragehege ausgetragen werden. Anders als vor dem Auszug durfte die Holztribüne nicht mehr genutzt werden. Ein arges Problem, befand sich doch einerseits der Fanblock auf dieser Seite, andererseits war der Bereich eine hervorragende und kostengünstige Alternative zu den Sitzplätzen der Steintribüne. Den Fussballinteressierten gefiel die Möglichkeit das Spiel nahe der Mittellinie zu beobachten, die Fans im Fanblock kamen hingegen unter dem Dach der Holztribüne stimmungsmässig gut zur Geltung. Danach zog der Fanblock in die Kurve um. Im September 2002 kam der völlige K.O. für das Steyer-Stadion. Grund: die Flutkatastrophe. Das Wasser stand im Stadion über eine Woche lang und bis zu 2,65 Meter hoch. Dabei wurden in der Steintribüne alle wesentlichen Dinge zerstört, unter anderem die Sanitär- und Heizungsanlagen. Das Spielfeld war unbespielbar und niemand war bereit, den Schaden schnell zu beseitigen. So zog man um ins ungeliebte Rudolf-Harbig-Stadion. Dort verweilte man aber nur kurz, denn nach den Ausschreitungen am 1.9.2002 im Derby gegen Dynamo Dresden wich man aus Sicherheitsbedenken in das Stadion "Heiliger Grund" im nahen Meißen um. Dieser Umzug entwickelte sich aber immer mehr zum Flop, so dass man schon mit Ende des Jahres 2002 zurück ins Harbig-Stadion zog. Bis zum Saisonende wird man dort auch ganz sicher verweilen.



Heinz-Steyer-Stadion


Unser Verein hat seit vielen Jahrzehnten seine Heimstätte im H.-Steyer-Stadion. Das Stadion bekam erst nach dem Zweiten Weltkrieg diesen Namen. Heinz Steyer war Spieler des DSV 1910 - dem Rekordmeister im Deutschen Arbeitersport - und Widerstandskämpfer. Zuvor nannte man die Spielstätte des DSC einfach "Stadion im Ostragehege". Schauen Sie sich auch unbedingt auf der offiziellen Homepage die 360°-Panorama-Stadionbegehung an!


Das H.-Steyer-Stadion besitzt vor der Haupttribüne eine Steinterasse. Dies war lange Zeit die Position des DSC-Fanblocks, gekennzeichnet von Stehplätzen und hervorragender Sicht.


Die Holztribüne bot insb. den stimmungsfreudigen Fans ein Zuhause. Eines der ersten Opfer der Umbau-Maßnahmen wird dieser Bereich werden. Diese Tribüne ist derzeit jedoch ohnehin gesperrt!

Am 12. Oktober 1919 übergab Clubchef Roßberg im Ostragehege eine Arena, die 20.000 Zuschauern Platz bot - das heutige Heinz-Steyer-Stadion. Zum Stadion gehörte schon damals eine Laufbahn (klar, man hatte ja auch eine Sparte Leichtathletik) und eine Steintribüne. Im Oktober 1928 fielen Klubhaus und Tribüne den Flammen zum Opfer, doch 12 Monate später konnte man sich schon über ein neues und größeres Klubhaus - die heutige Steintribüne erfreuen. Das Geld für die Kosten wurde durch Mitglieder und Gönner aufgebracht. 1930 bekam das Stadion aufgrund des Spiels Deutschland gegen Ungarn eine weitere Tribüne, die uns bekannte Holztribüne. Die Kosten dieser Tribüne wurden durch die Einnahmen vom Spiel gegen den Club (46.000 Zuschauer) aufgebracht. 1935 gab es wieder einen Ausbau, diesmal aufgrund des Länderspiels gegen die Tschechoslowakei. Danach faßte das Stadion 60.000 Zuschauern (zum Spiel waren sogar 65.000 drin).

Heutzutage ist das Stadion von vielen abgesperrten Bereichen geprägt. War das Stadion gegen Kriegsende ein wahres Schmuckstück und für damalige Verhältnisse überaus modern, so sieht man ihm heute sein Alter an. Und vorallem die Zeit, in der der Verein keine Bedeutung mehr hatte. Das Heinz-Steyer-Stadion war einst das erste deutsche Stadion mit Flutlicht, einem derart beliebtem wie reichem Verein würdig. Doch seit die SG Friedrichstadt, der Nachfolger des legendären Dresdner Sport-Club 1898, im Jahre 1950 aufgelöst wurde, hat sich vieles geändert. Zwar konnte auch der SC Einheit (ein Nachfolger des DSC) dem Stadion noch manch' gutbesuchtes Spiel bescherren, doch an die Zeiten, in denen 60.000 Menschen in Dresden nur eins im Kopf hatten: "Nichts wie ins Stadion", die sind längst vorbei. Die Kurve ist bei Regen nur schwerlich zumutbar, das beste Stück neben der Steintribüne - die Holztribüne - darf nicht genutzt werden. Der Gästeblock wurde zuletzt verbessert und vergrößert. Für die VIPs ist im DSC-Sportcasino bestens gesorgt, die Fans hingegen haben derzeit nach dem Spiel keinen gemeinsamen Anlaufpunkt. Deswegen ist der Fan- und Jugendtreff FANomenal angedacht. Eine Örtlichkeit dafür ist nach der Flutkatastrophe mit seinen weitreichenden Schäden aber wiederum völlig offen.


Lageplan Heinz-Steyer-Stadion



weitere Bilder vom Heinz-Steyer-Stadion und vom Ostragehege -  hier



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