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Geschichtsunterricht für Fußball-Unkundige - |
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Die Geschichte eines Mythos |
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Dies ist eine Zusammenfassung, die sich vorwiegend mit den Vereinen
Dresdner SC 1898, SG Friedrichstadt, den 1990 neugegründeten
Dresdner SC und dem Dresdner SC Fußball 98 beschäftigt. mein DSC dein Name klingt, wohin von festen Freundschaftsbanden und gutem Sport die Kunde dringt. Stolz woll'n wir DSCer heißen und stehen fest stets Mann für Mann, in guten und in schlechten Zeiten soll leuchten uns Schwarz-Rot voran.
Diese glanzvollen Farben, wie sie in diesem Lied besungen werden, wurden auch
noch von der Sportgemeinschaft Friedrichstadt getragen - bis nach
Jahrzehnten des großen Fußballs durch den Dresdner Sportclub und seinem
Nachfolger eine lange Pause eintrat. Einst war der Sportclub Wohlklang in den Ohren der
Zuschauer und Synonym der Stadt Dresden - so wie der Club für Nürnberg und
die Knappen für Schalke. So manche Mannschaft sah sich in der Tradition
des legendären Dresdner SC, doch der Name sollte erst 1990 wieder auf der
Tagesordnung stehen. So gab es zwischen 1898, der Gründung des Dresdner SC
und heute schöne und erfolgreiche, genauso aber auch bittere Stunden.
Ein Chronist berichtet 1930, daß der Sportclub 1600 Mitglieder besaß. Der DSC verfügte über die Sparten Handball, Hockey, Boxen, Leichtathletik und Fußball. Insbesondere die Leichtathleten machten auf sich aufmerksam: Speerwerferin L.Krüger holte bei der Olympiade 1936 die Silbermedaille, der Mittelstreckler Rudolf Harbig errang Staffelbronze. Sein legendärer 800m-Weltrekord in 1:46,6 min kam erst nach 16 Jahren zu Fall und ließ ihn Namensgeber für das Stadion an der Lennestraße werden. Interessant ist die Behauptung von dieser oder jener Seite, daß doch der DSC Volleyball die große Tradition sei. Die Sparte Leichtathletik um R.Harbig ist in diesem Gesichtspunkt viel bedeutender! Nichtsdestotrotz erlangte der Sportclub den größten Ruhm durch die Fußballer. Dies stellte jedoch kein wirkliches Problem dar, da man den Sportclub als Ganzes betrachtete und blinde Neider im Verein allen geschadet hätten. Da sollten sich aus heutiger Sicht einige ein Vorbild nehmen - auch wenn die Sparten getrennt sind, sollte man sich würdevoll verhalten und behandeln. Zeitgenossen berichten jedenfalls von der erstaunlichen Finanzkraft des Sportclubs, welche vor allem aus dem damals sehr wichtigen Bereich der Mitgliedereinnahmen (man spricht von bis zu 2.500 Mitgliedern) sowie Gönnern herrührte. Die Gönner der damaligen Zeit sind nicht mit der Großzahl der Sponsoren von heute vergleichbar. Die Radebeuler Arzneimittelfabrik Madaus, das große Modehaus Esders, eine Freitaler Maschinenfabrik, Mittelständler und Geschäftsleute - alle waren sie dem Sportclub finanziell wohlgesonnen. Dadurch verfügte der DSC neben den ohnehin beträchtlichen Eintrittsgeldern über ein finanzielles Fundament von dem andere nicht zu träumen wagten. So mußten nicht selten andere Vereine tatenlos zusehen, wie die besten Spieler ihrer Mannschaften von Spähern erfaßt wurden und ziemlich bald darauf im Ostragehege spielten. Neben den kleinen Dresdner Vereinen waren davon auch Guts-Muts, Sportfreunde und DSV betroffen. Sozusagen, die Großen in Dresden. Doch auch Meerane, Frankfurt/M., München Hamburg und das tschechische Teplice verloren gute Fußballer an den Sportclub. Dies zeigt, daß es für viele Spieler bereits damals eine Ehre war, im Ostragehege auflaufen zu dürfen. In diese großen Zeit fiel auch das Erringen der beiden Deutschen Pokalsiege 1940 und 1941, sowie den beiden Deutschen Meisterschaften 1943 und 1944. Und schon leuchtete die Chance auf das Triple, welches nicht einmal Nürnberg und Schalke bis zu diesem Zeitpunkt geschafft hatten - und das waren Referenzen! - doch das Ende des Weltkrieges zog auch dem Sportclub einen Strich durch die Rechnung. Mit Ende des Krieges erließen die Siegermächte den Befehl, daß alle Sportvereine aufzulösen seien. Dies wird gern als Grund gesehen, die Sportgemeinschaft Friedrichstadt nicht in der Traditionslinie des Sportclubs zu sehen. Nur wenn das ein wirklicher Grund wäre, dann hätten nicht einmal die beiden Traditionen schlechthin, der Club und die Knappen, noch ihre Tradition. So vermessen sind diese Menschen dann nicht mehr, denn es offenbart den Irrsinn dieser Aussagen. 1946 wurde wieder der "kreis- und bezirksgebundene Sport" zugelassen. Helmut Schön meinte dazu: "An die Stelle des sportlichen Lebens in den Vereinsgemeinschaften trat 1946 der kreis- und bezirksgebundene Sport. Nach und nach zog es alle DSCer wieder in das Ostragehege in unsere alte sportliche Heimat zurück. Als Sportgemeinschaft Friedrichstadt fanden wir zu einer achtbaren Mannschaft zusammen und spielten treu und brav unsere Meisterschaftsspiele im rot-schwarzen Dreß des DSC... Leider standen nur noch wenige alte Ligaspieler zur Verfügung. Richard Hofmann, Herbert Pohl und Walter Kreisch waren außer mir der letzte Rest vergangener Club-Herrlichkeiten. Aber bald stießen junge, talentierte Spieler zu uns, und es begann sich eine neue Meistermannschaft abzuzeichnen." - unverkennbar äußert sich der größte Dresdner des 19. Jahrhunderts zu seiner Betrachtung der SGF im Vergleich zum Sportclub! |
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