| Geschichtsunterricht für
Fußball-Unkundige: Fazit bis 1945
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| Das Fazit bis 1945 | ||||
| Was schrieb damals am 20.06.1944 die Zeitschrift „Der
Kicker Fußball“? Mit diesen Sätzen wollen wir unseren Rückblick auf
den alten DSC beenden: Dresden bleibt des Reiches Fußballresidenz. Mit unnahbarer Überlegenheit wies der DSC seine stürmischen Herausforderer ab. So wie einst niemand die Vormachtstellung Nürnberg/Fürths oder Schalkes antasteten und anzweifeln konnte, so vermag jetzt keiner die Herrschaft des Ostrageheges zu leugnen! Das 4:0 im Schlußakt duldet kein Wenn und Aber. Wir hören das Wenn aus Schalke, das Aber aus Nürnberg, das Wenn aus Wien, das Aber von hier und dort: daß der DSC das Glück habe, nahezu mit einer Friedenself zu spielen, daß seine Spieler nicht in dem Maße wie Kameraden anderer Gebiete dem Luftterror zu trotzen haben, daß er dieses Jahr keine schwere Prüfung auf des Gegners Gelände zu bestehen brauchte, daß ... Doch uns gefallen die Hätte-Sieger nicht. Gerade in der heutigen schweren Zeit paßt es nicht, seufzend mit dem eigenen Schicksal zu hadern. Wir werten die Leistung: und da imponiert uns unser Deutscher Meister! Sich in Kriegszeiten zu behaupten, erscheint uns erst recht bewundernswert! Den Dresdnern ist wahrhaftig in dieser Endrunde nichts geschenkt worden. Sie sagen selber, die Dresdener, Hamburg habe im Endspiel heute nicht mehr - eher weniger? - verlangt, als in den Runden vorher schon die Vienna und der 1.FC Nürnberg. Das macht die deutsche Meisterschaft des DSC für 1944 so gewichtig und wertvoll: diese Serie seiner Erfolge: Germania Königshütte 9:228 Tore in 5 Spielen! Solche Serie verwischt alle Wenns. Eine gesunde Mischung aus alt und jung, von Heißspornen und kalten Taktikern, von Künstlern und sachlichen Ballarbeitern verschmolz harmonisch zu dieser prächtigen Meistereinheit. Der große Sieg des DSC festigte in der großen deutschen Fußballgemeinde den Glauben an die Macht der Überlieferung, an die Macht der Mannschaftswerdung, an die Macht der in den Jahren organisch entwickelten Vereinsmeisterschaft, deren Abgeordnete ja nur die „Erste“ ist. Eine Fußballelf ist nicht die Summe von elf Spielern, so wenige die Melodie die Summe von Tönen ist. Die Urkräfte der heutigen Meisterschaft des Dresdner Sport-Clubs - dieser großen Sportgemeinschaft Sachsens - zog die Mannschaft schon aus der Arbeit der Friedensjahre. Der Einfluß ihrer alten Kämpen Kreß und Richard Hofmann mag hierfür symbolisch sein. Der Titel zahlt somit nicht nur den Lohn an die elf Spieler und nicht bloß für die Taten von 90 Minuten, von einem Jahr .... Weil der Deutsche Meister aus einer Mannschaft geformt wird, die ein Jahrzehnt und länger diesem Ziel zustrebte, darum gönnen ihm die echten Fußballhasen so von Herzen den Triumph. Diesen Zeilen von Dr. Friedebert Becker, Journalist der Zeitschrift „Der Kicker Fußball“, ist nichts hinzuzufügen! Nur in einem irrte er, als er diesen mehrseitigen Artikel mit den Sätzen beendete: "Schon träumt der DSC vom nächsten Jahr. Ihm winkt ein Ruhm, der selbst Nürnberg und Schalke verwehrt blieb: dreimal hintereinander Deutscher Meister zu werden." Die Deutschen Meister bis 1945: |
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